Die wunderschöne Stadt Olinda ist wie sein Name "die Wunderschöne". Sie ist auch keine Kleinstadt, denn mit seinen 350.000 Einwohnern gehört sie zu den großen Vorstädten von Recife.
Viele bunte Häuser und schmale Gassen prägen das alte Stadtbild von Olinda. Auch mit seinen vielen Kirchen und Kapellen fühlt sich der Besucher in die damalige Kolonialzeit zurückversetzt.
Nicht umsonst gehört Olinda seit 1982 zu den "Kulturdenkmälern der Menschheit".
Olinda, die damalige Hauptstadt vom Staat Pernambucos, wurde 1537 von dem Portugiesen Duarte de Coelho gegründet. Von 1551 bis 1629 bevölkerten zuerst die Jesuiten, dann die Franziskaner und bis zur holländischen Okkupation (1630-1654) die Karmeliter die Stadt. In diesen Zeiten wurden viele Bauwerke niedergebrannt, jedoch bis zum 17. Jahrhundert in teilweise erweiterter Form wiederhergestellt.
Mit der benachbarten Stadt Recife kam es dann 1710 zum bewaffneten Konflikt. Als die Zuckerbarone von Olinda den Aufstieg der bürgerlichen Kaufleute aus Recife vereiteln wollten, obwohl Olinda ohne eigenen Zugang zum Meer wirtschaftlich benachteiligt war, mußte bald auch seine Hauptstadtrolle an Recife abgetreten werden. Fortan war Olinda nur noch ein einziges Denkmal vergangener ruhmreicher Tage.